iPhone kurz ausprobiert
01. August 2007 by lex
Einem Kollegen in der Redaktion steht zurzeit ein iPhone zum Testen zur Verfügung. Heute konnte ich selbst eine Viertelstunde damit herumspielen. Herumspielen trifft es besser als Ausprobieren, weil die Bedienung eben gerade dazu animiert. Es ist ziemlich lässig, die Bildschirmansicht einfach mit dem Finger zu einer beliebigen Seite wegzuschnipsen oder die Ansicht durch einfaches Drehen des iPhone zwischen Hoch- und Querformat zu wechseln. Während der Redaktionskonferenz konnte ich unseren Online-Redaktionsplan auf dem iPhone gut mitlesen - dank der Tatsache, dass man die Bildschirmansicht einfach mit zwei Fingern aufzoomen kann.
Nicht alles ist so toll. Dabei will ich mich gar nicht darüber auslassen, was auf zahlreichen Websites ohnehin schon kolportiert wurde, wie kurze Akkulaufzeit oder das Fehlen eines Instant Messangers sowie einer Schnittstelle für Speichererweiterungen.
Beim Anklicken von dicht beieinander liegenden Links habe ich des öfteren den falschen erwischt. Das Problem ließ sich nur durch sehr weites Aufzoomen beheben, so dass von der Website nicht mehr viel zu sehen war. Auf Eingaben mit einem Stift, was diese Problematik drastisch lindern würde, reagiert der Bildschirm nicht. Die Konfiguration eines WLANs mit Verschlüsselung ist etwas umständlich (anders als ich das von meinem MacBook gewohnt bin). Die WLAN-Antenne scheint nicht die stärkste zu sein und was wohl ein Zugeständnis an den Provider (das Testgerät ist mit einer AT&T-Karte ausgestattet, die hier in Deutschland über Vodafone geroamt wird), aber für den Anwender ohne Daten-Flatrate ziemlich ärgerlich ist: Wenn die WLAN-Verbindung abbricht, wird die Online-Verbindung automatisch über EDGE weitergeführt. Man wird nicht über den Verbindungswechsel informiert und hat das kleine Verbindungssymbol nicht immer im Blick. Das kann unter Umständen teuer werden. Nebenbei: es war das erste Mal, dass ich via EDGE online war und im Vergleich zu UMTS ist das grottenlangsam. Zu hoffen ist, dass Apple das iPhone für den europäischen Markt mit UMTS ausstattet.
Recht nett finde ich den direkten Zugriff auf Google Maps mit der Möglichkeit zur Routenplanung. Das weckt allerdings Begehrlichkeiten nach einem integrierten GPS-Empfänger und einem Navigationssystem. Ach ja - den Bildbetrachter habe ich noch ausprobiert und iTunes natürlich. Nur telefoniert habe ich nicht mit dem Apple-Smartphone.
Stände ich vor einer Kaufentscheidung - obwohl der Umgang mit dem Gerät wirklich Spaß macht, würde ich auf die zweite Generation des iPhone warten.






